Naturwachtblätter


Verbandsmitteilungen Mai 2001

Vorwort

Neues vom Vorstand

10 Jahre Naturwacht in Brandenburg

Zeittafel: Entwicklung der Naturwacht

TOPAS-Projekt

Rangerhut

Impressum


Liebe Verbandsmitglieder, Freunde und Förderer,

unser siebentes Naturwacht-Treffen in Schierke im Harz liegt gerade hinter uns, und die Ergebnisse müssen noch in Ruhe gesichtet und bearbeitet werden. Soviel ist aber schon deutlich: Es war ein erfolgreiches Treffen in guter Atmosphäre.

Die Gastgeber, der Nationalpark Hochharz, haben sich mit der Ausrichtung der Fachtagung ein wirkliches Ruhmesblatt in unseren Annalen verdient, und ich richte noch einmal ein großes, herzliches Lob besonders an Henning Möller, den Leiter der Nationalparkwacht im Nationalpark Hochharz, der es neben seiner täglichen Arbeit geschafft hat, sämtliche organisatorischen Belange wenn nicht selber, so von KollegInnen bestens zu klären bzw. klären zu lassen.

Wieder waren gut hundert KollegInnen versammelt, um in gemeinsamer Anstrengung ein für uns wesentliches Thema gedanklich zu bewegen: Das Image der kleinen Berufsgruppe von Nationalpark-, Naturschutz- oder Naturwacht in Deutschland. Dass wir dies nicht in einem halben Tag erschöpfend tun können, war sicher allen klar, deshalb ist auch noch ein großes Stück Arbeit zu tun. Das wollen wir mit geeigneten Mitteln in den nächsten Monaten angehen.

Neben diesem wichtigen Hauptthema gab es wieder eine Vielzahl an kleineren Dingen, die zu besprechen und zu klären waren. Wieder einmal wurde die Frage einer einheitlichen Bekleidung in Deutschlands Schutzgebieten besprochen, und immerhin wollen wir eine Bestellumfrage zum einheitlichen Rangerhut starten. Einzelheiten sind etwas weiter hinten zu finden.

Sehr erfreulich war: Wir hatten wieder einen Gast von anderswo. Andy Collins aus Grobrittannien hielt einen Vortrag über die Art der Fortbildung und Auswahl des Personals in britischen Schutzgebieten, und das in einem wunderbaren Deutsch. Ich denke, gerade weil wir so eine kleine Berufsgruppe sind, müssen wir uns Bündnisgenossen auch außerhalb der Landesgrenzen suchen. Dass sie dort zu finden sind, zeigt ein äußerst ambitioniertes Projekt mit Namen TOPAS, welches unter Zusammenarbeit mehrerer europäischer Länder die Grundlagen zu einer einheitlichen Aus- und Fortbildung für Ranger in Europa schaffen will. Dabei sind die verschiedenen Partner dabei, jeweils einen Ausbildungsbaustein zu konzipieren, den sie dann in einem anderen der beteiligten Staaten testen lassen, indem eine Gruppe von Schutzgebietsbetreuern diesen Ausbildungsbaustein ausprobiert.

In Deutschland wird das in der NNA (Alfred-Toepfer-Naturschutzakademie) in Schneverdingen stattfinden, noch in diesem Jahr im August. Wer daran Interesse hat, sollte sich möglichst bald in der NNA melden und seinen Teilnahmewunsch anmelden unter Angabe des Begriffes TOPAS. Genaueres findet Ihr weiter hinten.

Der Bundesverband ist selbst aktiver Mitarbeiter bei der Entwicklung des TOPAS-Projektes. Heike Flemming und Günter Mitlacher sind in die Arbeitsgruppen eingebunden und nehmen an den Treffen teil.

Auch an anderen bundesweiten Veranstaltungen hat sich der Bundesverband im Laufe des Jahres beteiligt, das heißt, wir entsandten einen oder zwei Vertreter, die die Interessen des Verbandes wahrgenommen haben, so zum Beispiel die Fachtagung in Schneverdingen, die sich in den ersten Märztagen rückschauend mit den Ergebnissen der ersten drei prüfungsvorbereitenden Kurse zum Erwerb des Berufsabschlusses „Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger“ beschäftigt hat. Dabei wurde allgemein festgestellt, dass die Qualität der Prüflinge überwiegend sehr gut war, ihre späteren Aussichten auf Anstellung aufgrund der Fortbildung aber fast Null. Entweder waren sie bereits in Beschäftigungsverhältnissen und nutzten die Fortbildung zur Qualifikation innerhalb ihres Tätigkeitsfeldes (Landschaftspfleger, SchäferInnen), das waren sozusagen die Glücklichen, oder aber sie waren auch nach der abgelegten Prüfung so arbeitslos wie zuvor.

Allerdings gab es just auf dieser Tagung einen hoffnungsvollen Lichtblick: die erste bundesweit ausgeschriebene Vollzeitstelle für eine/n geprüften Natur- und LandschaftspflegerIn, angeboten im Raum Niedersachsen.

Inzwischen hat die Gewerkschaft IG BAU (Bauen, Agrar, Umwelt) sich unsere Sache zu der ihren gemacht und einen Vorschlag zur differenzierten Entlohnung der qualifizierten Natur- und Landschaftspfleger vorgelegt.

Im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung kamen einige gute Vorschläge von verschiedenen Mitgliedern, so die erneute Anregung zu einer deutschlandweit einheitlichen Kopfbedeckung, sprich einem richtig schicken Rangerhut. Von der Vorstellung einer einheitlichen Bekleidungsrichtlinie haben wir uns vorerst verabschiedet, die Kleinstaaterei der verschiedenen Schutzgebiete bleibt scheinbar unüberwindlich. Aber ein Hut für alle, das scheint machbar. Der Vorschlag kam von den Nationalparkwächtern aus dem Nationalpark Harz, und wir wollen versuchen, über eine Sammelbestellung günstige Konditionen für alle zu erwirken.

Der Wunsch nach einer Hymne für den Berufsstand wurde am Rande geäußert, aber noch nicht diskutiert, können wir nachholen.

Und es kam ein Vorschlag mit Kostenangebot für das Bedrucken von T-Shirts mit Verbandslogo, Näheres weiter hinten.

Außerdem fassten wir den Beschluss, unser Verbandslogo um die Unterzeile „German Ranger Association“ zu erweitern. Diese Bezeichnung ist der englische Begriff für den Bundesverband, mit dem wir auch in der International Ranger Federation vertreten sind.

Das waren die wichtigsten Neuigkeiten in Kürze, die fachlichen Inhalte der Tagung findet Ihr später in der gewohnten Form in einem Tagungsband.

An dieser Stelle schon ein Ausblick: Das Naturwacht-Treffen 2002 findet in der Norddeutschen Naturschutzakademie Alfred Toepfer in Schneverdingen statt.

Beate Blahy (1. Vorsitzende)

 

Aus dem Verbandsleben


Neues vom Vorstand

Am 29.03.01 fand in Schierke unsere zwölfte Vorstandssitzung statt. Dazu luden wir unser Mitglied Günter Mitlacher ein, um von ihm die genaueren Einzelheiten des TOPAS-Projektes zu erfahren.

Heike Flemming, die Geschäftsführerin, konnte wegen Erkrankung ihrer Tochter nicht teilnehmen, und Roland Ertl musste ebenfalls fehlen wegen Krankheit.

Nach den üblichen Schritten wie Feststellung von Anträgen und Bestätigung des letzten Protokolls wurde der Bericht der Geschäftsführung verlesen. Wichtige Zahl ist immer die Mitgliederzahl, zum Ende des Jahres 2000 hatte der Bundesverband 135 Mitglieder.

Die Kritik des Finanzamtes Eberswalde bezüglich der Anzahl der Vorstandsmitglieder konnte als gegenstandslos zu den Akten gelegt werden, unsere Satzung ist in Ordnung, und die fünf Vorstandsmitglieder tun ihre Arbeit also mit voller Berechtigung. Vom Finanzamt wurde auch unsere Gemeinnützigkeit bestätigt, was alle drei Jahre eingeholt werden muss.

Die redaktionelle Mitarbeit der Mitglieder wurde ausdrücklich gelobt, wir bedanken uns für die rege Mitarbeit! Und auch für die nächsten Ausgaben wünschen wir uns so schreibfleißige KollegInnen.

Der Bundesverband wurde im zurückliegenden Jahr zunehmend mehr in Anspruch genommen als Informationsquelle und als „Suchdienst“ für Praktikums- oder Arbeitsplätze, bei letzterem konnten wir leider wenig helfen.

Nach dem Geschäftsbericht stellte Günter Mitlacher das Projekt TOPAS vor, dazu gibt es gesonderte Informationen.

Wieder war die Öffentlichkeitsarbeit ein Thema, wir wollen schon seit längerem eine eigene Internetseite, aber bisher scheiterte es sozusagen am Personal. Wer hat die Zeit, so etwas zu entwickeln und auch zu pflegen? Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Auftrag zu vergeben, unser Vorstandsmitglied Jürgen Holzhausen kümmert sich darum.

Von EUROPARC haben wir ein tolles Angebot bekommen: Sie unterstützen uns bei der Organisation und Durchführung einer Veranstaltung nach unseren Vorstellungen, kann also ein Workshop, ein Seminar oder auch ein Jahrestreffen sein.

In Sachen ältester Ranger Deutschlands gibt es jetzt fünf Meldungen, 28 Jahre im Dienste des Naturschutzes sind zu überbieten. Wir wollen die Umfrage noch etwas laufen lassen.

Schließlich bereiteten wir gemeinsam die Mitgliederversammlung des Folgetages vor. Dabei einigten wir uns auf einen Themenvorschlag für die nächste Fachtagung im kommenden Jahr: Interpretation als Methode der Kommunikation. Dieses Thema soll durch externe Experten bearbeitet und mit den Teilnehmern diskutiert werden.

Wir haben festgelegt, dass künftig die Einladungen nicht mehr nur an die Mitglieder geschickt werden, sondern daneben auch an die Verwaltungen der Schutzgebiete. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, mehr KollegInnen als bisher eine Dienstreise zu ermöglichen. Noch gibt es Mitglieder, die sich Urlaub nehmen und auf eigene Kosten zur Jahrestagung kommen.

 

Aus den Schutzgebieten


 

10 Jahre Naturwacht in den Großschutzgebieten Brandenburgs

Von der Groß-ABM zum Markenzeichen für professionellen Naturschutz und nachhaltigen Tourismus

Als am 1. Oktober 1991 die Groß-ABM mit der Bezeichnung „Naturwacht“ in vier Großschutzgebieten Brandenburgs startete, konnte niemand sagen, was daraus werden würde. Heute - 10 Jahre später - wissen wir, dass die Naturwacht sich zu einem Zukunftsmodell für die hauptamtliche Schutzgebietsbetreuung entwickelt hat.

Als Instrument zur Umsetzung des gesetzlichen Auftrags der Landesanstalt für Großschutzgebiete, der nach § 58 BbgNatSchG die Pflege, Betreuung und Überwachung des Nationalparks, der Biosphärenreservate und Naturparke umfasst, ist die Naturwacht unverzichtbar geworden. Dies unterstreichen die Worte des zuständigen Ministers Wolfgang Birthler:

„Die Betreuung von Großschutzgebieten durch eine hauptamtliche Naturwacht ist ein internationaler Naturschutzstandard“. Tatsächlich wären die internationalen Vereinbarungen und Verpflichtungen im Rahmen der IUCN-Kriterien für National- und Naturparke oder des MAB Programms der Unesco für Biosphärenreservate ohne die Naturwacht nicht zu erfüllen; Großschutzgebiete und Naturwacht sind in Brandenburg und weltweit nur gemeinsam zukunftsfähig.

Die Qualifikation

Blickt man zurück auf die Anfänge, wird deutlich, welche Entwicklung sich innerhalb der Naturwacht vollzogen hat. Im Herbst 1991 waren 200 Personen von den Kreisverwaltungen als Teilnehmer der zweijährigen ABM ausgesucht worden. So entstand eine buntgemischte Gruppe, deren Mitglieder sowohl aus den Bereichen der sogenannten „Grünen Berufe“ aus Forst- und Landwirtschaft stammten, als auch aus Vertretern artfremder Berufe mit Erfahrungen im ehrenamtlichen Naturschutz.

Während in den Anfangstagen Müllsammeln und einfache Landschaftspflegeaufgaben im Vordergrund standen, ist das Aufgabenspektrum mit einem berufsbegleitenden Fortbildungsprogramm von über 1.000 Stunden schnell gewachsen. Heute sind die MitarbeiterInnen der Naturwacht in den Aufgabenfeldern Besucherlenkung, Umweltbildung, Biotop- und Artenschutz, Monitoring sowie Gebietskontrolle und Vertragsnaturschutz tätig. Durch die Schaffung des bundesweit anerkannten Fortbildungsberuf des „Geprüften Natur- und Landschaftspfleger“ ist der Qualitätsstandard der Naturwachtarbeit 1998 manifestiert worden.

Der Träger

Nach wechselnden Träger- und Finanzierungsmodellen konnte die Stiftung NaturSchutzFonds 1997 für die Übernahme der Naturwacht als eigenes Projekt gewonnen werden. Diese Entscheidung erwies sich als innovativer Schritt, der dem Land die Chance bietet, die Betreuung der Schutzgebiete über Zuwendungen kosteneffektiv zu gestalten. Heute beschäftigt die Stiftung 132 hauptamtliche Naturwacht-MitarbeiterInnen sowie 23 ABM-Kräfte als sog. Naturwacht-HelferInnen verteilt auf 14 Großschutzgebiete und ein Naturparkprojekt.

Ziele, Erfolge und Akzeptanz

Als „ Mittler zwischen Mensch und Natur“ leisten die Mitarbeiter durch Kontinuität, Bürgernähe und Serviceorientierung einen wesentlichen Beitrag zur Akzeptanz der Großschutzgebiete.

Über 100.000 Besucher und Einheimische werden jährlich direkt durch die Naturwacht angesprochen. Sei es auf einer der ca. 2000 Führungen und Exkursionen, in Informationszentren, auf Ausstellungen, Messen oder Dorffesten, bei Projekttagen an Schulen oder auf Internationalen Workcamps für Jugendliche. Viele Gäste profitieren von Besuchereinrichtungen, wie Biwakplätzen für Wasserwanderer, Beobachtungstürmen und Lehrpfaden oder Wanderwegsbeschilderungen, die durch die Naturwacht gebaut bzw. instand gehalten werden. Dass die Ressource „Natur“ in den Großschutzgebieten dauerhaft erhalten bleibt, dafür sorgen nicht zuletzt Arten- und Biotopschutzprojekte, die zusammen mit Landnutzern und Landschaftspflegverbänden, ABM-Trägern oder Naturschutzverbänden umgesetzt werden sowie die Kontrolle der Einhaltung von gesetzlichen Regelungen zum Schutze der Natur. Gemäß einer Studie (ELGER & SCHLUCHTER, 1996) übersteigt der volkswirtschaftliche Nutzen der Naturwacht die Kosten um ein Zehnfaches (IST-GmbH, 1996).

Die Akzeptanz der Naturwacht ist seit 1991 ständig gewachsen. In einer Studie zur Akzeptanz der Naturwacht im Unteren Odertal zeigen 76,3% der lokalen Bevölkerung eine positive Akzeptanz und nur 1,9 % stehen der Naturwacht ablehnend gegenüber (v. DEWITZ, 1998). Bundesweit schätzen sogar über 90% der Bevölkerung die Aufgaben der „Schutzgebietsbetreuer“ als wichtig bis sehr wichtig ein (EMNID, 1998).

Literatur

ADEWITZ, F. v. (1998): Akzeptanz der Naturwacht und ihrer Öffentlichkeitsarbeit im Nationalpark Unteres Odertal bei der lokalen Bevölkerung; Diplomarbeit, FU Berlin

ELGER, U. & SCHLUCHTER, W. (1996): Der Wert der Naturwacht am Beispiel des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. IST-GmbH, Gesellschaft für angewandte Sozialwissenschaft und Statistik, Berlin-Heidelberg-Ebertsheim

EMNID (1998): Demoskopische Umfrage zum Thema „Nationalparke“, EMNID-Institut GmbH, Bielefeld

Zeittafel: Entwicklung der Naturwacht in Deutschland und weltweit

1872 Erster Nationalpark der Welt: Yellowstone, USA; zuerst Betreuung durch Armee, dann durch den ersten Ranger der Welt: Harry Yount
1909/1911 Einzelne Vogelwarte werden als erste hauptamtliche Schutzgebietsbetreuer in Deutschland von Naturschutzverbänden beschäftigt
1916 Gründung des US National Park Service
1974 Gründung der ersten hauptamtlichen deutschen Naturwacht, der Nationalparkwacht Bayerischer Wald
1991 September: Zuwendungsbescheid für Groß-ABM Naturwacht durch Bundesanstalt für Arbeit 
1. Oktober: Beginn der Groß-ABM in den GSG: NLP Unteres Odertal, BR Schorfheide-Chorin, BR Spreewald, NP Märkische Schweiz
1992 25. Juni: Verabschiedung des „Brandenburgischen Gesetzes über Naturschutz und Landschaftspflege (§ 58 Aufgaben der Landesanstalt für Großschutzgebiete: Pflege, Entwicklung und Betreuung ... sowie ... Überwachung der Einhaltung der Schutzverordnungen) 
Mai: Ausrüstung mit Fernglas, Fahrrad, Handfunk und Dienstbekleidung 
1993 30. September: Ende der Groß-ABM und Überleitung in eine Maßnahme nach AFG § 249h mit 149 Mitarbeiter/innen
1. Oktober: nach ca. 1.000-stündiger Fortbildung und erfolgreicher Prüfung werden „Naturwacht-Zertifikate“ durch den damaligen Minister für Umwelt, Raumordnung und Naturschutz, Matthias Platzeck, an 139 Naturwacht Mitarbeiter/innen übergeben
1995 29.-31. März: Erstes Bundesweites Naturwacht-Treffen
Mai: Erster Weltkongress der Ranger in Zakopane/Polen, veranstaltet von der International Ranger Federation
13. Oktober: Gründungsversammlung des Bundesverbandes Naturwacht
1997 1. Oktober: Übernahme der Trägerschaft der Naturwacht durch die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg; über 100 MA erhalten unbefristete Arbeitsverträge 
1998 13. März: Bundesweite Anerkennung des Fortbildungsberufes „Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger“
1999

Januar: Einführung der bundesweit einheitlichen Dienstbekleidung nach Europarc-Standard

2001 April: Erste Abschlüsse zum Fortbildungsberuf „Natur- und Landschaftspfleger“ durch Mitarbeiter/innen der Naturwacht
14. September: Festveranstaltung „10 Jahre Naturwacht“ unter der Schirmherrschaft des Ministers für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung, Wolfgang Birthler 

 

TOPAS-Projekt

Fortbildung und Qualifizierung von Personal in Schutzgebieten auf europäischer Ebene

Auf dem diesjährigen Naturwachttreffen im Nationalpark Hochharz wurde das TOPAS-Projekt am 30. März 2001 kurz vorgestellt. Nachfolgend werden einige ausführlichere Informationen zu dem Projekt gegeben.

Wichtig für alle Mitglieder des Bundesverbandes Naturwacht ist folgendes:

Ziel von TOPAS

Das TOPAS Projekt zielt ab auf die Qualifizierung von Personal in europäischen Großschutzgebieten - Nationalparks, Biosphärenreservaten, Naturparks -, die von besonderer Bedeutung für das Natur- und Kulturerbe Europas sind. Mit dem TOPAS Projekt soll auch eine ökonomische Stärkung dieser oft wirtschaftlich benachteiligten Regionen erreicht werden. Neue Beschäftigungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene sollen ermöglicht und Arbeitslosigkeit reduziert werden.

Das TOPAS Projekt wird unter dem Leonardo Da Vinci Programm für berufliche Qualifizierung der EU durchgeführt. Es wird ein Bildungskonzept für die berufliche Fortbildung von Personal in Schutzgebieten entwickelt, um einen Qualifizierungsstandard auf europäischer Ebene zu erreichen, der in den verschiedenen Ländern akzeptiert wird.

Bildungsinstitutionen und Mitarbeiter/innen von Schutzgebieten aus ganz Europa werden die Fortbildungskurse entwickeln. Das erstellte Kursmaterial wird u.a. erhältlich sein über die TOPAS Internetseite. Damit soll die Möglichkeit eines Fernstudiums der Kursinhalte für eine größere Zahl von Teilnehmern/innen aus den verschiedenen Ländern Europas möglich gemacht werden.

Maßnahmen und Ergebnisse

Die Partnerorganisationen des TOPAS Projekts werden die Inhalte und die Zahl der erforderlichen Fortbildungskurse festlegen. Es wird entschieden, welche Kursinhalte und Methoden zur weiteren Bearbeitung und Erprobung in anderen Ländern geeignet erscheinen (best practices).

Die in Deutschland durchgeführten Erprobungs- oder Pilotkurse sind zur Teilnahme offen für Interessenten aus deutschen Großschutzgebieten. 

Die Zertifizierung der Kurse wird durch das Zentrum für Europäische Schutzgebiets­forschung (Centre for European Protected Area Research - CEPAR) am Birkbeck College der Universität von London vorgenommen . Damit wird der europäische Qualitätsstandard des Fortbildungsprogramms garantiert.

Das getestete Kursmaterial wird am Ende des Projektes sowohl als Download über die TOPAS Internetseite als auch in gedruckter Form in verschiedenen europäischen Sprachen erhältlich sein.

Beteiligte Partnerorganisationen

Das TOPAS Projekt basiert auf den Kenntnissen und Erfahrungen von 20 Partnerorganisationen aus 9 europäischen Ländern: Österreich, Tschechische Republik, Deutschland, Island, Italien, Portugal, Slowenien, Schweiz und Großbritannien.

 

Wortmeldungen


Rangerhut

Wie wir bei der Jahreshauptversammlung im Hochharz besprachen, möchten wir bei der Fa. Grube mindestens 60 einheitliche Kanadische Mounty-Hüte in Eurem Auftrag anfertigen lassen. Nachfolgend findet Ihr eine Beschreibung dieses Modells und einen Bestellcoupon, den Ihr bitte so bald als möglich zurücksenden solltet.

Bescheibung: Rangerhut – Modell Kandadische Mounty-Variante; Material aus stabilem, formhaltendem Filz; Farbe hell, sand-grau; seitlich doppelte Belüftungslöcher; sonnen- und regenschutztauglich; auswechselbares Schweißband aus Leder; 4-fach geknifft (geknickt); Hutband außen aus braunem Leder ggf. mit Schnalle;  verstellbares Kinnband aus Leder; lange Nachlieferbarkeit

Preis: ca. DM 80,00 (bei mind. 60 Stück)

Bestellung an: Jürgen Holzhausen; Zimmerplatz 4; 97647 Hausen-Roth (bitte Kopfumfang angeben!)

 

Impressum


Herausgeber:    Bundesverband Naturwacht e.V.

                        c/o Heike Flemming

                        Dorfstr. 9

                        16248 Lüdersdorf

                        Tel.: (033365) 71461

Redaktion:       Heike Flemming, Beate Blahy

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